Die "Unvollendete".

Nachdem im Frühjahr 1995 Klarheit über meine weitere berufliche Zukunft herrschte, habe ich mich dazu entschlossen, meine erste Anlage wegen Mängel im Unterbau abzureißen. Ich glaub, ich habe dafür nicht einmal 14 Tage gebraucht.

geschichte anlage2 netzMit WinRail hatte ich schon längst eine neue Anlage geplant. Da ich aus den Fehlern meiner ersten Anlage gelernt hatte, wählte ich als Grundform ein "U". So hatte ich die Möglichkeit, alle Anlagenteile ohne Probleme zu erreichen. Als Anlagenhöhe wählte ich 90 cm. Diese Höhe ermöglicht eine gute Zugänglichkeit, um später "Betriebsunfälle" ohne Hilfsmittel zu beheben. Der vordere Anlagenteil war 10 cm tiefer als der hintere Teil. So hatte ich die Möglichkeit, eine Brücke einzubauen.

Für den Unterbau griff ich auf die Machart meiner erstengeschichte anlage2 01 Anlage zurück. Wieder ein Balkengerüst mit Querstreben aus Latten. Diesmal aber unbeweglich. Also schraubte ich die Balken auf der oberen und linken Seite der Anlage an der Wand fest.

An den Innenseiten der Anlage schraubte ich Tischbeine aus dem Baumarkt unter die Balken. Dann ließ ich in die Balken die Querlatten ein. Als Abstand für die Querträger wählte ich 30 cm. Auf dieses Untergerüst wurden wieder Spanplatten (Fußbodenverlegeplatten) geschraubt.

geschichte anlage2 04Anschließen wurden die Spanplatten als Geräuschdämmung mit 10 mm starkem Styropor belegt.

Es folgte ein Probeaufbau der Gleise. Zeichnen am PC schön und gut. Aber um ganz sicher zu gehen, habe ich, bevor die Gleise fixiert wurden, mit meinen längsten Wagen eine "Probefahrt" durch die Radien und Weichenstraßen gemacht.

So weit so gut. Jetzt stand ich vor dem Problem der Befestigung und desgeschichte anlage2 06 Einschottern der Gleise. Bei meiner ersten Anlage habe ich den Bereich der Gleise großflächig mit einer Mischung aus grau und schwarz eingefärbten Sägespänen aus dem Modellbahnzubehörhandel abgestreut. Es war zwar einfach, aber die Optik war nicht allzu berauschend. Auf der Suche nach anderen Möglichkeiten kam ich auf die Idee Idee, die Gleise auf der Anlage mit schmalem Teppichklebeband auf dem Styropor aufzukleben. Die Breite des Bandes entspricht genau dem Hohlraumprofil der Gleise. Eigentlich funktioniert diese Art der Gleisverlegung ganz gut. Etwas schwierig wurde es in den Kurven. Zum Glück ist Teppichklebeband elastisch und es läßt sich in einem gewissen Maß rund "biegen". Die Gleise wurden anschließend mit echtem Schotter der Firma Conrad electronic bestreut. Danach wurde der überzählige Schotter mit einem Kleinstaubsauger aufgesaugt und wieder verwendet.

Leider enspricht das Gleismaterial von Trix Express nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Besonders deutlich wird dieses bei den leider gut sichtbaren elektrischen Anschlüssen für die Antriebe der Weichen, Entkuppler und Signale. Aus geschichte anlage2 09diesem Grunde habe ich mich entschlossen, beim Anschluß dieser Bauteile nicht die vorgesehenen Klemmen zu benutzen. Ich habe die Anschlüsse auf die Unterseite der Gleise "verlegt". Auf der Unterseite der Weichen, Entkuppler und Signale Lötpunkte, an denen die Klemmen vom Werk angelötet worden sind. An diese Punkte habe ich einfach ca 20 cm Kabel in den Trix-Farben angelötet und durch die Platte auf die Unterseite geführt. So findet man keine störenden Kabelanschlüsse an den Antrieben der Weichen und Signalen. Bei den Signale habe ich dann noch ein Loch in das Styropor geschnitten. Darin verschwand der ganze Antrieb. Das Loch wurde mit Isolierband überklebt und konnte dann in die Landschaftsgestaltung mit einbezogen werden.

Nachdem die Gleise eingeschottert waren, habe ich mit dem Landschaftsbaugeschichte anlage2 15 begonnen. Es wurde dabei auf Materialien aus dem Zubehörhandel zurückgegriffen.

Genau zu dem Zeitpunkt, als ich anfangen wollte die ersten Kabel auf der Anlage zu verlegen um den Probebetrieb aufzunehmen, kam das jähe Ende. Mein Frau hatte endlich eine zu unserem Geldbeutel passende größere Wohnung gefunden. Und das Beste an dieser Wohnung: Sie zwei Keller - einen für meine Frau, ein für die Eisenbahn. Also hieß es alles mal wieder einpacken. Schade, da die Bahn gerade anfing Formen anzunehmen.

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